Zusammenfassung

SciMaster ist ein universeller Forschungsagent. Er durchsucht das offene Web und einen sehr großen wissenschaftlichen Bestand über WebSearch, WebParse und PaperSearch, zerlegt eine wissenschaftliche Frage automatisch in Teilaufgaben, ruft bei Bedarf wissenschaftliche Werkzeuge auf und erzeugt einen Forschungsbericht mit verlinkten Quellen. Über den MCP-Dienst von Uni-Lab lässt er sich zudem an Laborgeräte anbinden.

SciMaster: ein universeller Forschungsagent von SJTU und DP Technology screenshot

SciMaster in einem Satz

SciMaster ist ein universeller Forschungsagent der Shanghai Jiao Tong University und von DP Technology. Die Idee ist keine weitere Suchmaschine, sondern die Übergabe des Forschungsprozesses an einen Agenten: Man stellt die Frage, und er zerlegt die Aufgabe, recherchiert, wählt Werkzeuge und schreibt den Bericht, wobei jeder Schritt unterbrochen und korrigiert werden kann.

Illustration der SciMaster-Oberfläche

Sieben Kernfunktionen

  • Multimodale Recherche: WebSearch, WebParse und PaperSearch arbeiten zusammen über das offene Web und einen großen wissenschaftlichen Bestand und decken News, Daten, Aufsätze und Patente ab.
  • Literaturumfang: PaperSearch erreicht rund 170 Millionen Arbeiten, die direkteste Grundlage der Abdeckung.
  • Berichte auf Expertenniveau: Die Treffer speisen einen Tiefenrecherchebericht, der den Stand eines Feldes schnell erschließt.
  • Werkzeugbibliothek: wissenschaftliche Spezialwerkzeuge mit manuellem und automatischem Aufruf, sodass man das Werkzeug nennt oder den Agenten entscheiden lässt.
  • Bearbeitung der Gedankenkette: Die Argumentation lässt sich jederzeit anhalten, prüfen und in Zerlegung, Reihenfolge oder Schwerpunkt ändern.
  • Labor-Ökosystem: direkte Aufrufe des MCP-Dienstes von Uni-Lab verbinden Geräte und Software und fügen Software, Hardware, Forschende und Daten zu einer Trocken-Nass-Schleife zusammen.
  • Visualisierung und Nachvollziehbarkeit: Berichte nutzen Diagramme für komplexe Informationen und listen jede Quelle mit Link auf.

So läuft der Ablauf

  1. scimaster.bohrium.com öffnen.
  2. Registrieren: E-Mail und Basisdaten eingeben, Einladungscode beantragen, Code eingeben.
  3. Eine konkrete wissenschaftliche Frage formulieren, etwa wie Molekulardynamik im Wirkstoffscreening üblicherweise abläuft. Je konkreter, desto besser die Zerlegung.
  4. Das System teilt die Frage in Teilaufgaben wie Literaturrecherche und Datenanalyse, sichtbar in der Leiste rechts.
  5. Der Fortschritt ist live sichtbar, und man kann für Zwischenergebnisse pausieren.
  6. Passt die Zerlegung nicht, pausieren, die Gedankenkette öffnen und Prioritäten, Suchbegriffe oder irrelevante Teilaufgaben anpassen.
  7. Nach etwa fünf bis zehn Minuten kommt der Bericht; zwischen Assistenten- und Tiefenmodus wechseln und als PDF oder Word exportieren.

Werkzeuge und Experimente

Für Werkzeugaufrufe gibt es zwei Wege. Beim manuellen Aufruf gibt man die Anweisung direkt, etwa die Faltung eines Proteins mit einem Molekulardynamikwerkzeug zu simulieren, und der Agent ruft das Werkzeug auf und zeigt das Ergebnis. Beim automatischen Aufruf stellt man die Frage und der Agent wählt die Werkzeuge passend zur Aufgabe.

Die Laborseite braucht Vorbereitung: ein Laborkonto auf der Bohrium-Forschungsstation anlegen und Geräte anbinden, dann im Modul für Experimentverwaltung die Anforderung hochladen; das System entwirft ein Protokoll, führt die Geräte aus und erzeugt einen Bericht.

Forschungsfelder im Material

Engpässe im Quantenrechnen, Methoden und Ergebnisanalyse der Exoplanetensuche, Molekulardynamik im Wirkstoffscreening, kooperatives Lernen zwischen Agenten und zweidimensionale Materialien in der Elektronik. Wichtig: Das Material beschreibt diese Fälle überwiegend als Richtungen, in denen der Agent durch Datenanalyse und Modelloptimierung helfen kann, was nicht mit bereits veröffentlichten Ergebnissen in jedem Feld gleichzusetzen ist.

Grenzen, die man kennen sollte

  • Die Registrierung verlangt derzeit einen Einladungscode; sie ist nicht vollständig offen.
  • Ein Bericht dauert fünf bis zehn Minuten, schwierige Fragen länger.
  • Die Laboranbindung hängt an einem separaten Bohrium-Konto und angebundenen Geräten, ist also nicht sofort einsatzbereit.
  • So breit die Recherche auch ist, die Qualität der Belege zu beurteilen bleibt Aufgabe der Forschenden; der Bericht ist ein Ausgangspunkt, keine Schlussfolgerung.
  • Das Material enthält keine Preis- oder Kontingentangaben, daher wird nichts angenommen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Bericht?

Etwa fünf bis zehn Minuten, mit Live-Fortschritt und Pausenoption.

Wie registriere ich mich?

Einladungscode auf der offiziellen Seite beantragen und eingeben.

Kann es Laborgeräte bedienen?

Ja, aber zuvor braucht es ein Laborkonto auf der Bohrium-Forschungsstation mit angebundenen Geräten.

SciMaster: ein universeller Forschungsagent von SJTU und DP Technology

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein Bericht?

Das Material nennt etwa fünf bis zehn Minuten. Der Fortschritt der Recherche ist live sichtbar, sodass man pausieren, Zwischenergebnisse prüfen oder im Editor der Gedankenkette Prioritäten und Suchbegriffe ändern kann.

Wie melde ich mich an?

Auf scimaster.bohrium.com registrieren, E-Mail und Basisdaten eingeben, einen Einladungscode beantragen und den erhaltenen Code eingeben. Derzeit ist also ein Einladungscode nötig.

Kann es Laborgeräte bedienen?

Es kann sich verbinden. SciMaster erreicht Geräte und Software über den MCP-Dienst von Uni-Lab, benötigt aber zuerst ein Laborkonto auf der Bohrium-Forschungsstation mit angebundenen Geräten; danach lädt man die Anforderung im Modul für Experimentverwaltung hoch, und das System entwirft ein Protokoll und führt die Geräte aus.

Lassen sich Berichte exportieren?

Ja, als PDF oder Word. Es gibt einen Assistentenmodus mit knapper Zusammenfassung und einen Tiefenrecherchemodus mit ausführlicher Analyse, zwischen denen man wechselt.